Monthly Archives: Juli 2015

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Gastronomen für den Umweltschutz!

Fünf Wiener Gastronomie-Betriebe – Das Augustin, Deli Bluem, Dellago, Kolariks Luftburg und Patara – haben sich gemeinsam mit der Umweltschutzorganisation Global 2000 und 15 Studenten unter dem Motto „Schenk mir dein Problem“ in den letzten Monaten intensiv mit der Frage beschäftigt, wie sie Lebensmittelabfälle vermeiden und ihre Ökobilanz verbessern können. Und natürlich damit, was ihre Gäste davon halten! Die Studenten von sieben verschiedenen Hochschulen aus den Bereichen Ökologie, Ökonomie sowie Tourismus konnten in 1.500 Stunden Arbeit bei Analysen zu Umfeld, Einkauf, Lebensmittel-Abfällen und Ökobilanz ihr Know-how gemeinsam mit den Global 2000 Nachhaltigkeitsexperten einsetzen.

Das jüngst veröffentlichte Ergebnis? Viele umweltfreundliche Maßnahmen wurden schon gesetzt oder sind konkret in Planung – von der Umstellung auf bio-zertifizierte Produkte wie Garnelen oder Hühnerfleisch und der Ausweisung der Herkunft der Speisen auf der Menü-Karte, über den Start der Eigenproduktion und Eigenkompostierung bis hin zum Umstieg auf Ökostrom, den Austausch von stromfressenden Geräten wie alte Toaster oder die Verwendung von Mehrweg-Transportverpackungen. „Wir freuen uns sehr, dass alle Gastronomen ein Stück mehr in Richtung Nachhaltigkeit gehen“, so Bernhard Wohner, Nachhaltigkeitsexperte von Global 2000. Insgesamt 50 Maßnahmen haben die Studenten den Gastwirten vorgeschlagen, die diese auf Wirtschaftlichkeit und Umsetzbarkeit geprüft haben. Stück für Stück wird nun ein Teil davon in die Tat umgesetzt.

9 von 10 Gästen sind Tierhaltung, gesunde und biologische Lebensmittel wichtig

Natürlich ganz wichtig für die Gastronomen – die  Meinung der Gäste. Diese wurden befragt, was sie von den verschiedensten ökologischen Maßnahmen halten. Dabei waren sich deren Besucher bei drei Punkten fast einig: Für 93 Prozent der Befragten ist artgerechte Tierhaltung, für 92 Prozent gesunde Lebensmittel und für 89 Prozent biologische erzeugte Produkte wichtig bis sehr wichtig. Ein guter Grund, das im eigenen Betrieb zu berücksichtigen. Ganz einfach in dem Zusammenhang umzusetzen ist beispielsweise – wie mit Lieferanten besprochen – eine Erhöhung des Bio-Anteils auf bis zu 30 Prozent des gesamten Sortiments, und das, ohne dass den Betrieben höhere Kosten entstehen.

Potenzial zur Einsparung von Lebensmittelabfällen: 13 Prozent

Den größten ökologischen Hebel bietet in der Gastronomie generell der sorgsame Umgang mit Lebensmitteln beim Einkauf und bei den Abfällen. Hierzu zählt, biologischen, regionalen und saisonalen Lebensmitteln den Vorzug zu geben. Da die Produktion von Fleisch und tierischen Produkten außerdem viele Ressourcen benötigt, ist es laut Global 2000 auch ein wesentlicher Umwelt-Beitrag, vegetarische oder rein pflanzliche Gerichte als Alternative anzubieten. Ebenso wie Maßnahmen zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen, wie eine abgestimmte Portionierung der Speisen, die Möglichkeit des Bestellens kleinerer Speisen und der aktive Hinweis auf die Möglichkeit der Mitnahme von Tellerresten.

Lebensmittelabfälle: 95 Gramm pro Gast

Bernhard Wohner: „In den fünf Betrieben gab es bei den vermeidbaren Lebensmittelabfällen unterschiedlich viel Potenzial – zwischen tollen ein Prozent bis zu fast einem Viertel des gesamten Küchenoutputs am jeweiligen Erhebungstag. Durchschnittlich sind das 13 Prozent Abfall von allen Lebensmitteln, die einsparbar wären – das wären in den fünf Betrieben insgesamt rund 38 Tonnen und ein Gegenwert von etwa 70.000 Euro pro Jahr.“ Denn etwa 95 Gramm pro Gast wandern ungenutzt in den Müll – hier liegt wirklich viel Potenzial.

Weitere wichtige Hebel in der Ökobilanz: Strom, Abfallentsorgung, Beschaffung

Auch die Ergebnisse der Ökobilanz der Gastronomiebetriebe (nun die Lebensmittelabfälle ausgenommen) lieferten spannende Erkenntnisse: Im Durchschnitt der fünf Betriebe sind der Stromverbrauch mit rund zwei Drittel (66 %) sowie die Abfallentsorgung (exkl. Lebensmittel) mit rund einem Fünftel (19 %) die mit Abstand größten Posten der CO2-Bilanzen. Dazu Bernhard Wohner: „Als Gastronomiebetrieb sind wichtige erste Schritte zu mehr Nachhaltigkeit deshalb wo möglich die Reduktion des Stromverbrauchs und der Bezug von Ökostrom. Eine enorme Umweltentlastung bringt normalerweise auch eine korrekte Mülltrennung für organische und nicht-organische Abfälle.“

Neues Nachhaltigkeitsprogramm für Gastronomen ab Herbst

GLOBAL 2000 unterstützt ab Herbst 2015 auch weitere interessierte Gastronomen, die nachhaltiger werden möchten: mit umfassenden Nachhaltigkeitsanalysen, die Lebensmittelabfälle, Ökobilanzen und die Beschaffung inkludieren.

Das Projekt „Schenk mir dein Problem“ wird vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft unterstützt.

Metro Innsbruck lädt zum VIP-Wein-Event

Der Metro-Großmarkt in Rum/Innsbruck feiert heuer sein 40-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum nimmt Metro zum Anlass, nicht nur seinen Kunden, sondern auch Ihnen „danke“ zu sagen und gemeinsam mit dem Genussmagazin Falstaff zu einem VIP-Event samt exklusiver Weinverkostung mit Weinjournalistin und -expertin Christina Fieber einzuladen.

Wann: 17. August 2015, ab 19 Uhr (Einlass 18:30 Uhr)

Wo: METRO Großmarkt Rum bei Innsbruck
in der Weinabteilung
Siemensstraße 1
6063 Rum bei Innsbruck

Verkostet werden etwa Weine der Weingüter R&A Pfaffl, Thiery-Weber, Walter Skoff oder Domäne Wachau. Von diesen Weingütern werden auch die Hersteller anwesend sein und für Fragen und Informationen zur Verfügung stehen.

Freuen Sie sich auf die Verkostung von spannenden Weißweinen und den persönlichen Austausch mit den Winzern und Weinexpertin Christina Fieber.

Anmeldung online unter: www.reglist24.com/metroibk

Was essen wir in Zukunft?

Was auf unserem Teller landet, hat nicht nur Einfluss auf unsere Gesundheit, sondern auch auf unsere Gesellschaft und das Ökosystem. Das forum. ernährung heute fragte kürzlich nach Ethik und Moral beim Essen und warum ein Wandel unserer Konsummuster notwendig ist. „Jeder siebte Verbraucher in Deutschland gehört heute bereits seinen Einstellungen und seinem Konsum- und Einkaufsverhalten nach zu den LOHAS“, sagt Marlies Gruber, wissenschaftliche Leiterin des forum. ernährung heute und bezieht sich dabei auf eine Erhebung von GfK Consumer Panel und Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie e.V.. LOHAS bedeutet Lifestyle of Health and Sustainablity und beschreibt den immer beliebteren Lebensstil von Menschen, die bewusst konsumieren. Für sie sind Gesundheit und Nachhaltigkeit zentrale Werte. Was sie von weniger bewusst kaufenden Konsumenten unterscheidet? Sie konsumieren mehr Bio-Produkte, mehr Gemüse. Und auch wenn die meisten LOHAS Fleisch konsumieren, gilt das Motto „Qualität statt Menge“. Sie werden auch gerne als Flexitarier bezeichnet. Das heißt, dass vegetarische Kost überwiegt, aber regelmäßig geringere Mengen Fleisch auf den Teller kommen.

Das ganze Tier verwerten

Mit dieser wachsenden Verbrauchergruppe finden also Food-Konzepte wie bio, regional oder saisonal in der Mitte der Gesellschaft Einzug. Immer mehr Menschen suchen den Bezug zu Nahrungsproduzenten, konsumieren bewusster und erkennen, dass billig essen ökologisch und gesellschaftlich teuer ist. Zudem ruft die Verschwendung von Lebensmitteln zahlreiche Gegeninitiativen hervor: ehrenamtliche Food-Saver, unternehmerisches Recycling von Altbrot zu Futtermitteln, Restl-Essen oder die Verwertung von der Schale bis zum Kern, von der Schnauze bis zum Schwanz. Auch immer mehr Spitzenköche rund um den Globus widmen sich dieser „nose-to-tail“-Verarbeitung des ganzen Tieres. Es wird zusehends modern, neben den Edelteilen auch Innereien und andere „minderwertigere“ Teile des geschlachteten Tieres zu verwerten. In Kopenhagen etwa gibt es schon ein eigenes Restaurant, das sich „Nose2Tail“ nennt.

Gruber: „Wenn wir unsere Essmuster langfristig ändern, zeigt das Wirkung. Deutlich wird das beim Fleischkonsum. Heute isst jeder Österreicher im Durchschnitt 66,4 kg Fleisch pro Kopf und Jahr oder etwa 1,2 kg Fleisch pro Woche. Die Empfehlung der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung liegt bei maximal 450 Gramm pro Woche und hat Potenzial, eine folgenreiche Schieflage auszugleichen.“ Denn um 1 kg Rindfleisch auf den Teller zu bekommen, müssen 7 kg Futtermittel wie Soja produziert werden. In Europa werden jedoch nur 30 % der Futtermittel für den über den Empfehlungen liegenden Fleischkonsum angebaut. 70 % werden importiert, mit der Konsequenz, dass in Anbauländern die Bodenflächen für die Versorgung der lokalen Bevölkerung mit Getreide, Gemüse oder Obst weniger werden. Darüber hinaus werden unwiederbringlich natürliche Ressourcen und Biodiversität zerstört. Soja beispielsweise wird u. a. aus Brasilien importiert. Zur Gewinnung neuer Anbauflächen werden dort Regenwälder gerodet, wie die waldreiche Savanne Cerrado, eines der artenreichsten Gebiete der Erde. 2008 waren bereits 47 % davon verschwunden.

Treibhausgase frisch vom Teller

Unsere heutige Ernährungsweise verursacht negative Umweltauswirkungen von erheblichem Ausmaß. Rund ein Fünftel der Treibhausgas-Emissionen ist auf die Ernährung zurückzuführen, zwei Drittel davon entfallen auf die Herstellung tierischer Lebensmittel. Weniger Fleisch essen, bewusst konsumieren, saisonal einkaufen und das Wegwerfen von Nahrungsmitteln vermeiden, wirkt sich demnach auch positiv auf unsere Gesellschaft, Umwelt und das Klima aus. Dass das geht, macht die Verbrauchergruppe der LOHAS vor.

Neue „BierWeltRegion“ in Freistadt

Vor kurzem trafen im Brauhaus Freistadt knapp 40 Vertreter von Brauereien, Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben, Tourismusverbänden und Hopfenbauern aus dem Mühlviertel zusammen, um mehr über das Projekt „BierWeltRegion“, das mit 1. Jänner 2016 im Dreiländereck Mühlviertel – Niederbayern – Südböhmen starten soll, zu erfahren. Werner Pürmayer, Beirats-Vorsitzender der Mühlviertel Marken GmbH, und Christian Naderer, Obmann des Tourismusverbands Mühlviertler Kernland und Projektkoordinator, stellten die Vision des Projekts vor, Bier in den nächsten Jahren grenzübergreifend und auf vielfältige Art erlebbar zu machen. Das soll nicht nur in den Brauereien möglich sein, sondern unter anderem auch direkt bei den Hopfenbauern, die mit ihrem wertvollen Rohstoff nicht nur Brauereien im Mühlviertel beliefern.

Gastronomiebetriebe, die einen Schwerpunkt auf Bier setzen werden, finden sich zukünftig im Verein Mühlviertler Wirtshauskultur zusammen um das Thema kulinarisch umzusetzen. Obmann Siegfried Thumfart betonte dabei die Wichtigkeit der guten Zusammenarbeit zwischen den Betrieben im Verein, der anlässlich der Landesausstellung in Freistadt und Bad Leonfelden 2013 gegründet wurde und nun auf das gesamte Mühlviertel ausgeweitet wird.

Das Projekt wird bieraffinen Betrieben aus Niederbayern und Südböhmen in den nächsten Tagen ebenfalls präsentiert, damit die BierWeltRegion im Dreiländereck 2016 gemeinsam durchstarten kann.

Herkunftskennzeichnung für Fleisch in der Gastronomie selten

Immer mehr Konsumenten wollen ihre Lebensmittel bewusst konsumieren, wollen wissen, was sie essen. Dafür braucht es Transparenz und bessere Kennzeichnungen. Gerade bei der Außer-Haus-Verpflegung war dies bisher kaum nachzuvollziehen. Seit 1. April ist aber durch die neue EU-Herkunftskennzeichnung für Frischfleisch auch der Großhandel verpflichtet, die Herkunft des angebotenen Rind-, Kalb- Schweine-, Geflügel-, Schaf- und Ziegenfleisches anzugeben, solange es nicht verarbeitet ist

Die oö. Lebensmittelaufsicht hat nun überprüft, ob die Gastronomie diese neuen Möglichkeiten bereits nutzt und für die Gäste offenlegt, woher das verkochte Fleisch kommt. Ernüchterndes Ergebnis: Von 56 kontrollierten Betrieben wird dies lediglich von 16 verwirklicht. „Das ist schade, denn durch den Griff zu und die Kennzeichnung  von guten, regionalen Produkten für die Gäste könnte sich die Gastronomie auch einen Wettbewerbsvorteil schaffen, heimische Erzeuger stärken und für kurze Transportwege sorgen. Vorbild dafür für ist die Schweiz, die dies bereits seit 18 Jahren erfolgreich umsetzt“, so Konsumentenschutz-Landesrat Rudi Anschober, der nun eine breite Allianz aus Landwirtschaft, Konsumentenschutz und Gastronomie verwirklichen möchte, damit Oberösterreich in diesem Bereich Schweizer Transparenz erreicht.

Keine Kennzeichnungspflicht

Eine Kennzeichnungspflicht in der Speisekarte für das verwendete Fleisch in der Gastronomie gibt es indes nicht – daran ändert die neue Regelung seit April nichts. Ohne weitere Erläuterung zum gewünschten Gericht auf der Speisekarte, muss man als Gast also weiterhin auf Anfrage auf die Auskunft des Wirtes vertrauen – außer, der Betrieb setzt freiwillig auf mehr Transparenz.

Für diesen freiwilligen Schritt gäbe es aber gute Gründe: Der Gastronomiebetrieb könnte sich einen Wettbewerbsvorteil schaffen, in dem er bewusst nur auf heimisches oder regionales Fleisch setzt und somit dem Wunsch von immer mehr Konsumenten nachkommt. Denn lt. einer Umfrage des SORA-Instituts im März 2014 unter 700 Oberösterreichern ist die Regionalität bei Lebensmitteln für 71% sehr wichtig, noch wichtiger mit 79% ist nur die hohe Qualität. Ein günstiger Preis hingegen ist nur für 29% der Befragten ausschlaggebend.

LR Anschober: „Es kann hier in der Gastronomie zu einer Trendwende kommen, wenn immer mehr Gastronomen den Griff zu heimischen Produkten als Vorteil gegenüber ihren Gästen und für die regionale Wertschöpfung durch eine Vernetzung regionaler Produzenten und der Gastronomie erkennen.“

Mit Wanderschuhen in Ischgl zur Sterneküche

Wandern und Schlemmen im Paznaun hat bereits Tradition: Schon zum siebenten Mal wurde jetzt Anfang Juli der „Kulinarische Jakobsweg“ eröffnet. Bis Ende September 2015 bieten vier Alpenvereinshütten (Friedrichshafener Hütte , Niederelbe Hütte, Heidelberger Hütte und Jamtalhütte) die von Sterneköchen kreierten Gerichte an, konkret stammen die Rezepte von Jörg Sackmann, Laurent Smallegange, Matthew Tomkinson und Kochlegende Marc Veyrat (3 Michelin-Sterne, als erster Koch 20 Punkte bei Gault Millau). Dieser zeigte sich von der Idee der Paznauner besonders begeistert: „Ich möchte den Initiatoren gratulieren. Sterneküche im Hochgebirge – ein wichtiger Schritt um in der Bevölkerung insgesamt das Bewusstsein für Qualität in der Küche zu steigern.“

Schirmherr über den kulinarische Jakobsweg ist kein geringerer als der Gault Millau-Koch des Jahrhunderts, Eckart Witzigmann.

Nähere Infos: http://www.ischgl.com/de/enjoy/sommer-highlights/kulinarischer-jakobsweg

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Kunst & Kulinarik am Arlberg

Im vergangenen Jahr hat St. Anton am Arlberg zum ersten Kunst & Kulinarik-Festival geladen, bei dem die Kunst des Kochens und Genießens in den Mittelpunkt gestellt wurde – und wodurch man gleichzeitig versucht hat, einem deklarierten Wintersportort auch im Sommer etwas mehr Leben einzuhauchen. Die Idee wurde von den Gästen jedenfalls so gut angenommen, dass sich St. Anton heuer zum zweiten Mal als Hotspot für Starköche, Topwinzer und internationale Künstler präsentiert – und dieses Mal nicht bloß für vier Tage wie 2014 sondern gleich von 3. Juli bis 23. August. Zahlreiche Top-Köche aus Österreich, Deutschland und der Schweiz haben ihr Mitwirken bereits zugesagt, insgesamt werden stattliche 31 Michelin-Sterne und 50 Gault-Millau-Hauben für die gastronomischen Genüsse der Gäste sorgen.

Kulinarischer Höhepunkt des Festivals soll der „Gourmet-Gondel-Gipfelsturm“ am 25. Juli unter der kulinarischen Schirmherrschaft von „WWW“ werden: Eckart Witzigmann (Bild), Heinz Winkler und Hans-Peter Wodarz: Die teilnehmenden Gäste fahren von der Galzigbahn-Talstation bis auf den Vallugagipfel (2.811 m) und werden an fünf Stationen mit insgesamt fünf Gängen verwöhnt.

Die Teilnehmerzahl der rund 30 Kulinarikevents ist jeweils begrenzt. Nähere Infos und Ticketreservierung unter: www.kulinarikkunst.org

Eigenverantwortung abgeschafft

Im Mai 2018 gilt das absolute Rauchverbot nun also auch flächendeckend in der heimischen Gastronomie. (In der ganzen Gastronomie? Nein!)

Eine von unbeugsamen Leuten bevölkerte Institution hört nicht auf, der Verbotsgesellschaft Widerstand zu leisten. Hotels und damit Hotelrestaurants und –bars dürfen nämlich weiterhin abgetrennte Raucherbereiche führen – aber das ist eine andere Baustelle.) Endlich, möchten viele sagen, ist also auch Österreich dort angekommen, wo sich der Großteil Europas oder auch der USA schon seit Jahren, wenn nicht seit Jahrzehnten befinden. Schließlich geht’s um den Schutz unserer Gesundheit und überall anders klappt‘s ja schließlich auch. Die Diskussion ist also längst entschieden, nicht zuletzt in den sozialen Medien unserer Facebook-Demokratie. Denn dass erwünschte Verhaltensweisen vom Staat normiert werden sollen, ist weitgehend akzeptierte – wenn nicht sogar erwünschte – Alltagspraxis.

Eine etwas abweichende Sichtweise sei trotzdem gestattet: Österreich ist beim Thema „Rauchverbot“ jahrelang einen Sonderweg gegangen, mit dem man versucht hat, es allen recht zu machen. Und im Großen und Ganzen hat das auch geklappt. Raucher konnten ihren Kaffe oder ihr Bier im Raucherbereich genießen, Nichtraucher ihr Schnitzel rauchfrei in der Nichtraucherzone. In Einzelfällen mag es bei der tatsächlichen Trennung von Raucher- und Nichtraucherbereichen (speziell durch nicht geschlossene Türen) zu Problemen gekommen sein, aber es ist einem erwachsenen Menschen prinzipiell zumutbar, den Wirten auf einen Missstand aufmerksam zu machen und im Wiederholungsfall das Lokal zu wechseln. So wie man es auch machen würde, wenn regelmäßig das Bier zu warm serviert wird, das Salatöl ranzig oder das Besteck schmutzig ist. Die Gastroszene in Österreich ist ja zum Glück vielfältig. Und würden sich genügend Menschen so verhalten, wären solche Probleme recht bald beseitigt.

Gesetzliche Preisobergrenzen?

Das bisweilen vorgebrachte Argument „Ich will aber ins XY-Gasthaus gehen, nur ist es mir dort zu verraucht, deswegen hätte ich gerne ein Rauchverbot.“ ist daher skurril: Jedes Lokal hat ein Angebot, das sich aus Speisen, Getränken, Preisen, Atmosphäre, etc. zusammensetzt. Und eben daraus, ob in einem bestimmten Bereich auch Raucher sitzen dürfen, oder nicht. Wenn einem Gast dieses Angebot gefällt – herzlich willkommen. Wenn nicht – such dir eine Alternative. Sonst endet man irgendwann bei „Ich würde gerne öfter ins Steirereck gehen, aber die Preise sind mir zu hoch. Ich fordere daher eine gesetzliche Preisobergrenze für Restaurants!“. (Wobei auch eine solche Facebook-Gruppe wahrscheinlich schnell einige tausend Likes hätte…)

Aber Eigenverantwortung ist in der heutigen Zeit immer weniger gefragt. Vom Rauchen in der Gastronomie, über Hundehaufen am Gehsteig, bis zum Essen in den Öffis: Neue Verbote braucht das Land! Das Motto „Leben und leben lassen“ wurde irgendwann nach der Jahrtausendwende sukzessive entsorgt. Und einen Shitstorm, den man unter den politisch korrekten Berufsempörten unserer Zeit mit jeder Nichtigkeit auslösen kann, will schließlich niemand riskieren. Man darf gespannt sein, wann die nächste Kampagne startet, die den Alkohol ins Visier nimmt.

PS: Der Autor dieser Zeilen ist und war Zeit seines Lebens Nichtraucher.

Schönste Schanigärten Wiens ausgezeichnet

„Welcher ist der schönste Gast- bzw. Schanigarten Wiens?“ fragt die Wirtschaftskammer Wien nun schon seit mehreren Jahren. Und auch heuer wurde der „Goldene Schani“ wieder im Rahmen des Sommerfestes der Wiener Tourismus- und Freizeitwirtschaft verliehen. Eine hochkarätig besetzte Jury aus Wirtschaft, Verwaltung, Design und Architektur ermittelte die Sieger dieses Branchenwettbewerbes, die von Walter Ruck (Präsidenten der Wirtschaftskammer Wien) und Markus Grießler (Spartenobmann der Tourismus und Freizeitwirtschaft) ausgezeichnet wurden.

Als schönster „Klassischer Schanigarten“ wurde das Restaurant Ulrich (1070, St. Ulrichsplatz 1) gekürt. In der Kategorie „Im Grünen“ erhielt das Restaurant Marina (1200, Handelskai 343) den Preis. Und in der Kategorie „Versteckte Juwele“ machte das Lokal Kristian’s Monastiri (1070, Neustiftgasse 16) das Rennen.

„Wenn ich mir die vielen modernen, individuellen, schicken, gemütlichen und traditionellen Gastgärten der Stadt ansehe, dann ist das einmal mehr die Bestätigung dafür, dass die Wiener Gastronomen nicht nur in der Küche absolute Spitzenklasse sind. Ein Sommer in Wien ohne Schanigärten wäre wie ein Skiurlaub ohne Schnee“, so Walter Ruck in seiner Festansprache.

Metro vergibt Unternehmeraward 2015

Metro Cash + Carry Österreich schreibt heuer zum zweiten Mal den „Unternehmeraward“ aus. Im vergangenen Jahr wurde dieser Preis anlässlich des 50-Jahre-Jubiläums von Metro in Österreich erstmals vergeben. Erklärtes Ziel dieser Aktion war es, das unabhängige Unternehmertum zu feiern. „Allen Unternehmern gemeinsam ist ihr unermüdlicher Einsatz für ihren Betrieb. Sie lieben ihre Unabhängigkeit und die Flexibilität und tragen dabei das volle unternehmerische Risiko. Mit dem Metro-Award wollen wir ihre Geschichten einem breiten Publikum zugänglich machen“, erklärte Metro-Generaldirektor Marc Groenewoud die Beweggründe für die Ausschreibung dieses Awards, der im Vorjahr zum vollen Erfolg geworden ist: Über 190.000 Stimmen wurden insgesamt abgegeben und zum eindeutigen Sieger wurde schließlich die Familie Dellago-Karasu vom Lokal „Dellago“ in Wien gewählt.

Die Reaktionen auf diese Initiative waren jedenfalls so groß, dass Metro sich entschlossen hat, heuer eine zweite Auflage dieses Awards auszuschreiben, dieses Mal jedoch mit besonderem Fokus auf die unternehmerische Verantwortung hinsichtlich Gesellschaft und Umwelt bzw. auf nachhaltiges Handeln. Den Unternehmern, die heuer vor den Vorhang gebeten werden, sollte beispielsweise der Kampf gegen Lebensmittel- und andere Ressourcenverschwendung wichtig sein. Oder sie engagieren sich in ihrem unternehmerischen Selbstverständnis auch für Bedürftige und gehen davon aus, dass nachhaltiges Handeln letztendlich ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit erhöht und Zukunftsfähigkeit sichert. „Es liegt für uns seitens Metro auf der Hand, diesen Preis mit diesen Ideen zu verknüpfen, da nachhaltiges, verantwortungsvolles Handeln Bestandteil unseres täglichen Geschäftes ist und wir uns hierin selbst Ziele – sowohl auf lokaler, als auch internationaler Ebene –  gesetzt haben“, so Marc Groenewoud. Und weiter: „Auch wir sind davon überzeugt, dass wirtschaftlicher Erfolg letztendlich und langfristig nur zu erreichen ist, indem man in sämtliche Entscheidungen ökologische und gesellschaftliche Überlegungen mit einbezieht.

Von veganen Cheeseburgern bis zu Fairtrade in Kärnten

Zu den ersten Unternehmern, die sich für den Metro-Unternehmeraward 2015 angemeldet haben, zählt etwa Karl „Charly“ Schillinger. Er produziert in seiner „Swing Kitchen“ in Wien rein vegane Ham- und sogar Cheeseburger und achtet auch bei allen anderen Angeboten auf Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein (Recycling-Verpackungen, Fairtrade-Produkte, etc.).

Ein weiterer ist Christian Chytil, Geschäftsführer von „impacts“, einem Wiener Unternehmen, welches Fullservice-Lösungen in den Bereichen Catering und Events anbietet. Impacts wurde 2012 offiziell mit dem Österreichischen Umweltzeichen für „Green Meetings & Events“ ausgezeichnet und ist darüber hinaus umweltzertifiziert. So wird etwa der Großteil des Stromes für die Großküche durch eine eigene Photovoltaikanlage erzeugt.

Auch der Kärntner Roman Fenz ist Unternehmer mit Verantwortung und Bewerber für den Award 2015. Er verkauft in seinen insgesamt sieben „Danke Bauer“-Läden vor allem Käse, Speck und Fleisch aus bäuerlicher Produktion, wobei ihm dabei besonders wichtig ist, seinen Lieferanten einen angemessenen Preis zu bezahlen – also eine Art „Fairtrade“ in Kärnten.

Nähere Infos zur Ausschreibung und die Anmeldemöglichkeit zum Metro-Unternehmeraward 2015 findet man unter www.metro.at/unternehmer-award oder unter www.facebook.com/metrooesterreich. Anmeldeschluss ist der 25. Oktober 2015.